Porträt der Woche im Staatsanzeiger

Engagement und Herzblut

Von Pia Hemme, erschienen beim Staatsanzeiger am 15.11.2019

Die erste Sitzung als neue Vorsitzende des Petitionsausschusses war für Petra Krebs (Grüne) „eine spannende und beeindruckende Erfahrung“. Seit Anfang November ist die 50-Jährige die Nachfolgerin von Beate Böhlen (Grüne), die acht Jahre lang den Ausschuss leitete. „Ich war schon bei sehr vielen Sitzungen des Petitionsausschusses dabei, doch sie selbst zu leiten ist dann doch etwas anderes. Frau Böhlen hat das immer sehr souverän gemacht und hervorragende Arbeit geleistet. So konnte ich schon viel von ihr lernen“, sagt Krebs. Gewählt wurde sie mit 14 von 21 Stimmen.

Geboren und aufgewachsen ist Krebs in Wangen im Allgäu. Dort ist sie seit 2009 für die Offene Grüne Liste Mitglied im Gemeinderat. Sie hat sich schon immer für Politik interessiert, erzählt sie. Trotzdem hätte sie sich niemals träumen lassen, dass sie mal ein politisches Amt bekleide.

Doch so kam es: Über die Kommunalpolitik kam sie in die Landespolitik. Die gelernte Krankenschwester beendete dafür im Jahr 2016 ihre Tätigkeit in der Klinik. „Von 2003 bis 2016 habe ich mit viel Herzblut in der neurologischen Klinik in Wangen gearbeitet. Diese Zeit hat mich natürlich stark geprägt auch in meinem politischen Denken und Handeln“, so Krebs. Doch ihr politisches Amt mache ihr ebenso viel Spaß.

Deshalb liegen ihr Gesundheitsthemen besonders am Herzen. Und nicht nur die. Im Petitionsausschuss sei die Bandbreite an Themen enorm. „Das macht die Arbeit im Petitionsausschuss so besonders. In manche Themen muss man sich auch erst einmal hineinfinden. Das ist nicht immer einfach, macht es dafür umso spannender.“ (ph)

Drei Fragen . . .

Auf welche Aufgaben freuen Sie sich als neue Petitionsausschuss-Vorsitzende?

Der enge Draht zu den Bürgern und die Auseinandersetzung mit deren Sorgen und Nöten empfinde ich als ungemein wichtig. Ich freue mich, dieser Aufgabe nun verstärkt nachgehen zu können.

Was werden Herausforderungen in Ihrem neuen Amt sein?

Das Themenspektrum an herangetragenen Klagen und Verbesserungsvorschlägen ist enorm groß. Bei der Masse an eingereichten Petitionen verlangt dies viel Hingabe, Fingerspitzengefühl und ein ausgeprägtes Rechtsverständnis.

Wieso haben Sie sich für das Amt beworben?

Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass jede Bürgerin und jeder Bürger die Möglichkeit hat, das im Grundgesetz verankerte Recht wahrnehmen zu können, sich mit Beschwerden an die Volksvertretung zu wenden.

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