Biberacher Kreismitgliederversammlung mit der Landtagsabgeordneten Petra Krebs

Die erste Kreismitgliederversammlung im neuen Jahr des Kreisverbandes Biberach, Bündnis90/Die Grüne, fand am 16. Januar zusammen mit der Landtagsabgeordneten aus Wangen, Petra Krebs, statt.

Biberach ist der Betreuungswahlkreis der Wangener Landtagsabgeordneten Krebs, den sie gern als Nachbarwahlkreis mitbetreut. Krebs stellte ihre Arbeit im Landtag vor.

Als gelernter Krankenschwester liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit im sozialpolitischen Bereich. In der Gesundheitspolitik setzt sie sich dafür ein, dass die Menschen eine umfassende medizinische Versorgung in erreichbarer Nähe gewährleistet bekommen. „Das Thema ist im Wahlkampf viel zu kurz gekommen und ist vor allem im ländlichen Raum eine wichtige Herausforderung. Erst als ein junger Pfleger in einer Talkschau auftrat, hat die große Politik davon Notiz genommen.“ Der Pflegeberuf muss attraktiver werden, dazu gehöre neben der qualifizierten Ausbildung auch eine angemessene Bezahlung, was bei dem typischen Frauenberuf aber immer noch im Argen läge. Dass bei den Sondierungsgesprächen die gleiche Beitragsbeteiligung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehandelt wurde, begrüßt Krebs.

Einen breiten Diskussionspunkt nahm die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ein. „Wir sollten ein einfaches und reizvolles System haben, damit die Bürger auf ihr Auto verzichten können“, meinte ein Teilnehmer. Stadtrat Schmid berichtete vom Plan der Biberacher Grünen, das 1- Euro – Ticket einzuführen. Krebs sprach bevorzugt vom Mobilitätskonzept, denn gerade im ländlichen Raum müsse die Möglichkeit gegeben sein, regelmäßig in die nächste Stadt zu kommen. Deshalb habe die Landesregierung bis Jahresende die Einführung des attraktiven Baden- Württemberg- Tarifs geplant. Mit neuem Design sollen ansprechende Züge die Menschen zum Mitfahren locken. Obwohl die Grünen S21- Gegner waren, entkräftete Krebs den Vorwurf eines Teilnehmers, die Grünen würden ihre Ziele verraten. „Wir müsse den Volksentscheid akzeptieren und die Maßnahme umsetzen. Das ist Demokratie.“

Die Kreisgrünen besprachen außerdem Organisatorisches zu den anstehenden Veranstaltungen Glyphosat und dem grünen Aschermittwoch.

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