Integrationsmanager können starten – Land stellt Mittel zur Verfügung

 

Gute Nachrichten für die Städte und Gemeinden im Wahlkreis Wangen, die Integrationsmanager für die Sozialberatung von Geflüchteten einstellen möchten. Sie haben jetzt Klarheit über die Höhe der zur Verfügung gestellten Landesmittel. 2018_01_08 PM Integrationsmanager_Wangen 

Pressemitteilung:

Wangen im Allgäu, den 08.01.2018

Integrationsmanager können starten – Land stellt Mittel zur Verfügung

Die Landtagsabgeordneten Petra Krebs (Bündnis 90/ Die Grünen) und Raimund Haser (CDU) freuen sich:

„Das bundesweit einmalige Projekt soll helfen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden“

Gute Nachrichten für alle Kommunen in Baden-Württemberg, die Integrationsmanager für die Sozialberatung von Geflüchteten einstellen möchten: Wie MdL Krebs mitteilt, haben sie jetzt Klarheit über die Höhe der ihnen dafür vom Land zur Verfügung gestellten Mittel. Das Sozial- und Integrationsministerium und die Kommunalen Landesverbände haben sich laut MdL Haser auf eine Verteilung der 116 Millionen Euro verständigt, die das Land den Kommunen während der zweijährigen Laufzeit des Paktes für Integration für das Integrationsmanagement bereitstellt. Davon profitieren auch die Städte und Gemeinden im Wahlkreis Wangen, die jetzt Mittel abrufen beziehungsweise beantragen können.

So stehen für die Stadt Wangen 204 593 Euro zur Verfügung, und für die Gemeinden Achberg, Amtzell, Argenbühl und Kißlegg insgesamt 148 867 Euro. Insgesamt können die Städte und Gemeinden im Kreis Ravensburg Mittel in Höhe von knapp 2,25 Millionen Euro beantragen.

„Mit den Integrationsmanagern gibt es endlich und erstmals eine professionelle Betreuung und Begleitung für Flüchtlinge mit abgeschlossenen Verfahren. Sie waren bislang immer auf sich alleine gestellt“, freut sich MdL Krebs. MdL Haser betont: „Dieses Konzept eines flächendeckenden und strukturierten Integrationsmanagements nach der vorläufigen Unterbringung ist bislang bundesweit einzigartig. Es soll dazu beitragen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden.“

Die Gemeinden, erläutert MdL Krebs, können jeweils entscheiden, ob sie selbst Integrationsmanager beschäftigen oder sich mit anderen Gemeinden zusammenschließen und gemeinsam einen Antrag stellen möchten. Antragsberechtigt sind eine oder mehrere Kommunen, wenn sie laut Planungsrahmen Mittel in Höhe von mindestens 51 000 Euro in Anspruch nehmen könnten. Kommunen, die laut Planungsrahmen unter dieser Summe liegen, müssen sich mit anderen Kommunen zusammenschließen.

 

Hintergrund:
Zentrale Aufgabe von Integrationsmanagern ist die individuelle und niedrigschwellige Sozialberatung und -begleitung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Am Beginn jeder Beratung steht das Erstellen des Integrationsplans. In diesem werden die persönlichen Daten (z. B. Qualifikationen und Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss, individuelle Entwicklungen) und die zu erreichenden Ziele schriftlich fixiert. Dabei geht es unter anderem um Fragen des Spracherwerbs, der Arbeitsmarktintegration, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung. Der Integrationsplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. Mit Hilfe des Integrationsmanagements sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, vorhandene Strukturen und Angebote selbständig nutzen zu können.

 

Achberg:                     3.184 €

Amtzell:                      39.008 €

Kißlegg:                       59.706 €

Wangen im Allgäu:    204.593 €

Argenbühl:                 46.969 €

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