Agnieszka Brugger MdB, Bruno SIng, Minister Winfried Hermann, Petra Krebs und Bernd Zander in Aulendorf im Gasthaus Rad (Foto: Dr. Bettina Fieber)

Agnieszka Brugger MdB, Bruno Sing Zweitkandidat, MInister WIfried Hermann, Petra Krebs Landtagskandidatin und Bernd Zander Ortsverbandssprecher Grüne Bad Waldsee beim verkehrspolitischen Schwerpunkt im Landtagswahlkampf in Aulendorf im Gasthaus Rad (Foto: Dr. Bettina Fieber)

Verkehrsminister Winfried Hermann in Aulendorf Vorstellung des Mobilitätskonzepts der Zukunft

Am vergangenen Sonntag kam der Minister für Infrastruktur und Verkehr, Winfried Hermann auf meine Einladung ins Gasthaus Rad nach Aulendorf. Begleitet wurde er von unserer Bundestagsabgeordneten Agnieszka Brugger.
Über 70 Gäste waren der Einladung ins Gasthaus Rad gefolgt und diskutierten angeregt mit Agnieszka Brugger, Winne Hermann und mir.

Hier finden Sie den Artikel der Schwäbischen Zeitung: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Buerger-ruecken-die-mangelnde-Barrierefreiheit-am-Aulendorfer-Bahnhof-in-den-Fokus-_arid,10408414_toid,84.html

Und hier die Pressemitteilung der Grünen in Aulendorf:

Wie kann Mobilität Grenzen überwinden, Quartiere erhalten und Ressourcen schonen? Diese Frage erläuterte der baden-württembergische Minister für Verkehr und Infrastruktur Winfried Hermann am vergangenen Sonntag im Gasthaus Rad. Eingeladen hatte Landtagskandidatin Petra Krebs und Zweitkandidat Bruno Sing gemeinsam mit Bündnis 90 / Die Grünen in Aulendorf. Agnieszka Brugger MdB, begleitete den Minister. Bürgermeister Matthias Burth und Mitglieder der BUS Aulendorf holten den Minister am Bahnhof ab und nutzten die Fahrt zum Gespräch mit Minister Winfried Hermann. Bernd Zander, Sprecher vom Ortsverband Bad Waldsee von Bündnis 90 / Die Grünen, moderierte anschließend die sehr gut besuchte Veranstaltung.

In seinem Vortrag zeigte Winfried Hermann auf, dass zusätzlich zu den 1 Milliarde Autos in den nächsten 10-15 Jahren eine weitere Milliarde hinzukommen wird. Die meisten Treibhausgase stammen bereits aus dem Verkehr und der Planet wird diesen Zuwachs kaum überleben, wenn nicht neue Verkehrskonzepte geschaffen werden. Ziel ist es, die Mobilität zu erhalten, ohne dem Planeten zu schaden und Ressourcen zu verschwenden. Dies geht nicht ohne neue Technologien. Die grüne Verkehrspolitik baut dies auf den 5 „V“ auf: Verbessern, verlagern, vermeiden, vernetzen und Vorreiter sein. Verbessert werden sollte weiterhin die Straßen-Infrastruktur, die lange Jahre vernachlässigt worden war. Hier sind bereits 11 Mrd. Euro vorgesehen, welche die Verkehrssicherheit und Effizienz verbessern helfen sollen. Dazu gehört auch die Schieneninfrastruktur. Baubeginn für die Elektrifizierung der Südbahn wird laut Minister Hermann im Herbst 2016 sein können. Verlagern soll sich der Verkehr auf umweltfreundliche Verkehrsmittel wie die Schiene. Die Schweiz ist hier Vorreiter im Streckennetzausbau. Deutschland hat Potenziale besonders im Rheintal, wo die Güter aus Rotterdam kommend weiter transportiert werden können. Die Lücken in der Vertaktung des Personennahverkehrs sollen geschlossen und der Service verbessert werden. Eine systematische Förderung des Radwegeausbaus hat das seit 2011 bestehende Referat bereits ausgebaut. Vermeiden können Autofahrer Kurzstreckenfahrten – Wege, die sich gut mit dem Fahrrad zurücklegen lassen. Hermann betonte, dass Konsumentenverhalten auch Verkehr produziert, z.B. wenn Online bestellte Waren zurückgeschickt werden. Die Verkehrsträger sollten vernetzt, der Weg zum Bahnhof gut organisiert und abgestimmt werden. Baden-Württemberg ist Vorreiter für Technologien und hat noch viele Innovationen zu bieten.

Was bedeutet dies in Zukunft für Aulendorf? Bruno Sing erläuterte, dass der Busbahnhof an den Bahnhof verlegt und barrierefrei wird. Die Poststraße erhält beidseitig einen Rad- und Fußweg und wird saniert. Dafür hat das Land einen Zuschuss von 1,4 Mio € bewilligt. Die Verkehrsverbünde Bodo, Naldo und Ding werden noch besser vernetzt.

Verkehrsminister Hermann sicherte zu, dass sich für Aulendorf in der Taktung des Bahnverkehrs einiges verbessern wird, das Ziel wäre ein Halb-Stunden Takt. Für die Barrierefreiheit der Bahnhöfe ist allerdings die Bahn selbst zuständig, diese lässt sich nur mit hohen Kosten realisieren. In der anschließenden Diskussion wurde angeregt, sich bei der nächsten Ausschreibung, um die Lücke zwischen Aulendorf und Biberach zu kümmern, da Schichtarbeiter sonst Schwierigkeiten haben, mit der Bahn zur Arbeit zu kommen. Nach derzeitigem Stand wird die Regionalbahnstrecke nur von Ulm bis Biberach-Süd ausgeschrieben. Minister Hermann nahm diese Anregung auf und versprach zu prüfen, ob die Ausschreibung geändert werden kann. Zusichern konnte Winfried Hermann auch, dass der Bahnhalt in Merklingen sich nicht auf die Bahnhalte in Oberschwaben auswirken werde. Die Zeit für den Halt in Merklingen werde bereits im nördlichen Teil der Bahnstrecke ausgeglichen. Fazit von Minister WInfried Hermann nach der Diskussion: Mobilität im Ländle muss weiterhin neu gedacht und vernetzt werden. Um dies zu ermöglichen, möchte er in einer weiteren Legislaturperiode mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den eingeschlagenen Weg weiter gehen. Er warb für Ministerpräsident Winfried Kretschmann und für die GRÜNE Regierungsarbeit.

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