Krebs stellt sich hin­ter Ver­such zu Tem­po 120

Schwäbische Zeitung:

Landtagskandidatin und Grünen-Kreisverband kritisieren zudem CDU-Politiker

Auch nach der Entscheidung der Landesregierung zu einem dreijährigen Modellversuch ab Sommer 2016 geht die Diskussion um das Tempolimit auf der Autobahn 96 weiter. Jetzt meldet sich der Grünen-Kreisverband Wangen zu Wort, begrüßt die Regierungsentscheidung, kritisiert aber das Verhalten von CDU-Politikern aus der Region.

In einer Pressemitteilung nimmt die Landtagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Wangen, Petra Krebs, Stellung. Ihr Mitbewerber um das Mandat, Raimund Haser (CDU), „schmückte sich in der letzten Woche noch mit grünen Ideen“, indem er verkündete, dass auch er für ein Tempolimit auf der A 96 wäre. „Einigermaßen verwundert“ nehme der Grünen-Kreisverband Wangen dies zur Kenntnis, da sich die Bundestagsabgeordneten Waldemar Westermayer und Josef Rief (beide CDU) sowie der Wangener Stadtverbandsvorsitzende der CDU, Christian Natterer, „eindeutig gegen ihren Landtagskandidaten Haser stellen“. Natterer hatte sich Ende 2014 gegen das Tempolimit ausgesprochen, Westermayer und Rief vergangene Woche (die SZ berichtete).

Krebs bekräftigt zudem, dass das Modellprojekt zu Tempo 120 ursprünglich vom Ravensburger Landtagsabgeordneten Manfred Lucha (Grüne) angestoßen und im Petitionsausschuss vorangetrieben worden sei. Der Ausschuss habe sich fraktionsübergreifend und einstimmig für ein Modellprojekt ausgesprochen. Quintessenz der Kandidatin, die für die GOL auch im Wangener Gemeinderat sitzt: „Jetzt endlich können sich die lärmgeplagten Anwohner der A 96 darauf freuen, dass es ab nächstem Jahr für sie zu einer Verbesserung der Situation kommt.“

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